Rechtsanwalt und Notar Dan Assan

Die vielseitige juristische Biographie von Rechtsanwalt Dan Assan
Die Kanzlei von Rechtsanwalt und Notar Dan Assan ist insbesondere für die intensive Beschäftigung mit und weitreichende Erfahrung in dem israelisch-deutschen Rechtsverkehr bekannt.
Dan Assan verfügt indes über eine vielseitige juristische Biographie, die weit über die israelisch-deutsche Spezialisierung hinausgeht. Begonnen hat sie 1980 mit seinem Eintritt als Strafverteidiger in die Militäranwaltschaft. Der erste Teil der Karriere von Dan Assan war mithin geprägt durch die Vertretung von Angeklagten in Staatssicherheitsfällen und die Entwicklung wichtiger Projekte im Bereich der Menschenrechte. Diese Arbeit mit ihrer grundlegenden rechtsstaatlichen Bedeutung erfuhr große mediale Aufmerksamkeit. Zahlreiche Berichte in der israelischen und internationalen Presse griffen Dan Assans Fälle auf; auf einzelne der internationalen Berichte wird nachfolgend in den Fußnoten verwiesen.
Das weite Spektrum der Arbeit Dan Assans auf diesem Gebiet zeigt sich eindrücklich an folgenden beispielhaften Fällen.
Strafrechtsfälle und Fälle vor dem Obersten Gericht
Das Folgende ist eine Auswahl der von Rechtsanwalt Dan Assan behandelten Strafrechtsfälle und Fälle vor dem israelischen Obersten Gericht, oft mit Berührungspunkten zu den Menschenrechten. Die meisten dieser Fälle betreute Dan Assan zwischen 1984 und 1993 in seiner Zeit als Rechtsanwalt in der Kanzlei von Amnon Zichroni.
Der Staat Israel gegen Mordechai Vanunu
Mordechai Vanunu war Techniker im Atomkraftwerk in Dimona. Er gab geheime Pläne und Fotos an die britische "Sunday Times" weiter und wurde später durch israelische Agenten in Europa entführt. Rechtsanwalt Dan Assan vertrat ihn als assistierender Strafverteidiger im Frühstadium seiner Inhaftierung und Verhandlung (1985-1986), insbesondere mit Blick auf die Sicherstellung angemessener Haftbedingungen.[1]
Der Staat Israel gegen Shabtai Kalmanovitch
Shabtai Kalmanovitch war ein berühmter Milionär in Israel – und ein sowjetischer Spion. Rechtsanwalt Dan Assan vertrat ihn als assistierender Strafverteidiger bei seiner Verhaftung, während der Verhandlung und in dem erfolgreichen Verfahren zur vorzeitigen Entlassung.
Der Staat Israel gegen Yossef Amit
Major Amit war ein Offizier des Geheimdienstes der Armee mit schweren seelischen Problemen, der wegen des Vorwurfs der Militärspionage angeklagt war. Rechtsanwalt Dan Assan vertrat ihn als assistierender Strafverteidiger in der Berufungsverhandlung und als Hauptvertreter in einer erfolgreichen Verleumdungsklage gegen verschiedene Tageszeitungen, die ihn der Spionage für Syrien bezichtigt hatten.
Der Staat Israel gegen Shimon Levinson
Oberst der Reserve Levinson war Sicherheitschef des Premierministeramtes und wurde beschuldigt, den israelischen Geheimdienst für die Sowjetunion auszuspionieren. Rechtsanwalt Dan Assan vertrat ihn als assistierender Strafverteidiger nach seiner Festnahme und während der Verhandlung.
Der Militärstaatsanwalt gegen Faisal Abu Sharach
Faisal Abu Sharach, der Kommandant der "Force 17", der persönlichen Leibgarde Yasser Arafats, floh von Beirut nach Zypern und wurde auf offener See von der israelischen Kriegsmarine entführt. Er wurde durch Ermittlungsbeamte gefoltert und letzten Endes vor dem Notstandsmilitärgericht angeklagt. Rechtsanwalt Dan Assan vertrat ihn während des gesamten Verfahrens.
Die Fälle Taher Shriteh: der Militärstaatsanwalt gegen Taher Shriteh und Taher Shriteh gegen den israelischen Premierminister
Taher Shriteh war örtlicher Journalist der New York Times und anderer internationaler Medien im Gaza-Streifen. Er wurde verhaftet und vor dem Militärgericht in Gaza angeklagt, weil er sein Faxgerät nutzte, um Flugblätter der Hamas an das Hauptbüro von Reuters in Jerusalem zu schicken. Rechtsanwalt Dan Assan vertrat ihn nach seiner Inhaftierung, in dem Kautionsverfahren und in dem Strafverfahren, das bis zum israelischen Rückzug aus dem Hauptteil des Gaza-Streifens andauerte.[2]
In einem weiteren Fall vertrat Rechtsanwalt Dan Assan Taher Shriteh bei einer Verfassungsbeschwerde, der ein gegen Shriteh verhängtes Verbot der Ausreise aus Gaza zugrunde lag. In dem Verfahren vor dem israelischen Obersten Gericht konnte Rechtsanwalt Dan Assan erreichen, dass die Beschränkungen der Ausreise Taher Shritehs ins Ausland aufgehoben wurden.
Der Staat Israel gegen Ish Shalom und Andere
In 1987 verschärfte das Parlament die Verordnung zur Abwendung von Terrorismus dergestalt, dass sie fortan israelischen Bürgern jeglichen Kontakt zu PLO-Offiziellen verbot, selbst im Rahmen von Friedensgesprächen und Konferenzen. Eine große Gruppe von Friedensaktivisten verstieß bewusst gegen dieses Gesetz, indem sie an einer Friedenskonferenz in Budapest teilnahm. Acht von ihnen wurden daraufhin wegen Verletzung des Kontaktverbotes angeklagt. Rechtsanwalt Dan Assan vertrat vier der Angeklagten. Es gelang ihm, das Verfahren hinauszuzögern, bis infolge von Neuwahlen ein neuer Generalstaatsanwalt ernannt wurde, der das Verfahren einstellte.
Hamoked, das Zentrum zum Schutz des Individuums gegen den Militärbefehlshaber von Judäa und Samaria
Rechtsanwalt Dan Assan vertrat die Menschenrechtsorganisation Hamoked und 85 Einwohner der West Bank, denen es verboten war, nach Jordanien zu reisen, in einer Verfassungsbeschwerde vor dem Obersten Gericht, mit der sich die Antragsteller gegen die Verletzung ihres Rechts auf Bewegungsfreiheit wehrten. 66 der Anträge hatten Erfolg.
Der Staat Israel gegen Steven Smyrek
Steven Smyrek, einem jungen arbeitslosen Deutschen, wurde vorgeworfen, der Hizbollah beigetreten und nach Israel geschickt worden zu sein, um ein Selbstmordattentat vorzubereiten. Er wurde bei seiner Ankunft in Israel festgenommen. Rechtsanwalt Dan Assan vertrat ihn während der Untersuchungshaft, im frühen Stadium seiner Verhandlung und bei seinem an die deutsche Regierung gerichteten Antrag auf Auslieferung nach Deutschland.[3] [4]
Ärzte für Menschenrechte u.a. gegen die Gefängnisdienstleitung u.a.
Rechtsanwalt Dan Assan vertrat die Menschenrechtsorganisation Ärzte für Menschenrechte und einen sich in Einzelhaft befindenden Gefängnisinsassen in einer Beschwerde zum Obersten Gericht gegen einen Erlass des Justizministers, der es Gefängnisleitern gestattete, im Wege einer einfachen administrativen Entscheidung eine zeitlich unbeschränkte Isolationshaft anzuordnen. Infolge des Beschwerdeverfahrens wurde der Antragsteller aus der Isolation entlassen und das Gesetz dahingehend abgeändert, dass ein Gefängnisinsasse ein Anhörungsrecht und nach sechs Monaten Einzelhaft Anspruch auf automatische Überprüfung des weiteren Vorliegens ihrer Voraussetzungen durch das Bezirksgericht hat.
Verleumdungsfälle
Insbesondere in der Kanzlei von Rechtsanwalt Amnon Zichroni arbeitete Dan Assan auch im Presserecht und vertrat Mandanten in presseträchtigen Verleumdungsklagen. Dazu gehörten u.a. die folgenden Verfahren:
Klage des Dichters Chaim Chefer gegen den Journalisten Uri Avnery
Chaim Chefer, der Dichter der Untergrundorganisation Palmach, verklagte den bekannten Journalisten Uri Avnery, nachdem dieser geschrieben hatte, dass Chaim Chefer „niemals eine Kugel pfeifen hören“ habe.
Klage des Knessetmitglieds Avraham Shapira gegen Arye Avnery
Arye Avnery schrieb eine nicht schmeichelhafte Biographie über Shapira, gegen die dieser sich gerichtlich zur Wehr setzte.
Strafverfahren Staat Israel gegen Ja’acov Agmon wegen Beamtenbeleidigung
Auslöser dieses Verfahrens war, dass Ja’acov Agmon in seiner Radiosendung gesagt hatte, dass die Pressesprecherin der Polizei ein „grobes Vieh“ sei.
Verteidigung von Soldaten vor Militärgerichten
Parallel diente Dan Assan 25 Jahre lang als Pflichtverteidiger in der Militärgerichtsbarkeit. Er verließ die Berufsarmee als Unterleutnant und wurde im Laufe seines Reservedienstes zum Oberstleutnant befördert, insbesondere wegen seiner Erfolge in der Verteidigung von Militärpolizisten und Militärgefängniswärtern.
Unter anderem vertrat Dan Assan den Militärrichter Immanuel Gross vor einem Untersuchungsausschuss. Unter seinen herausstehenden Erfolgen sind der Freispruch von Leutnant Avi Cohen, Kommandant des Isolationstraktes im Militärgefängnis Nummer 4, der wegen der Misshandlung eines Gefangenem angeklagt wurde und später Selbstmord beging, und der Freispruch von Ofer Gazit, einem Wachposten, der bei einer Militärübung einen anderen Soldaten erschoss.
Schadensersatzklagen gegen den Staat Israel wegen rechtswidrigen Schusswaffeneinsatzes der Sicherheitskräfte bei Demonstrationen
Zwischen 1993 und 2009 vertrat Rechtsanwalt Dan Assan, meist gemeinsam mit seinem Partner, Rechtsanwalt Bishara Jabaly, palästinensische und israelische Kläger in Dutzenden von zivilrechtlichen Schadensersatzklagen gegen den Staat Israel. Die Kläger waren entweder Familienmitglieder getöteter Opfer oder die Opfer selbst, die während der Intifada-Aufstände zwischen 1987 und 1994 in den besetzten Gebieten durch fahrlässige Ausführung der Anordnungen zur Feuereröffnung der israelischen Armee verletzt wurden.[5] [6]
Rechtsanwalt Dan Assan gilt als derjenige, der das juristische Konzept dieser Art von Klagen in Israel entwickelt hat. Diese sogenannten Intifada-Klagen führten im Laufe der Jahre zur Zahlung von Entschädigungen in Höhe von über NIS 400 Mio. durch das Sicherheitsministerium an palästinensische Opfer. Letztlich sah sich der Staat gezwungen, die Schadensersatz-Gesetze mehrfach zu ändern, um die Klagenöglichkeiten nachhaltig zu beschränken. Angesichts der rechtsstaatlichen Bedeutung schrieb Dan Assan über das Projekt einen Artikel in der Publikation der deutschen Rechtsanwaltkammer.[7]
In späteren Fällen aus den Jahren nach 2000 vertraten Dan Assan und Bishara Jabaly Verletzte bei Demonstrationen von Friedensaktivisten in ähnlichen gelagerten Sachverhalten.
75% der Klagen waren erfolgreich. Insgesamt haben die Kläger US$ 2.000.000 an Schadensersatz erhalten.
Ein herausragender Fall aus den 90er Jahren war der Fall der minderjährigen Lulu Abu Dachi gegen den Staat Israel (Zivilakte 202/93, Bezirksgericht Jerusalem). Die Klage endete in einem Vergleich, nach welchem der Staat Israel der Familie des toten Mädchens US$ 130.000 zahlte.
Ein weiterer bemerkenswerter Fall war die Klage von Limor Goldstein gegen den Staat Israel (Zivilakte 2484/07, Bezirksgericht Tel Aviv). Hier zahlte der Staat dem schwer verletzten Demonstranten eine Entschädigung in Höhe von insgesamt US$ 860.000.[8]
Schadensersatzklagen gegen den Staat wegen Folter
Zwischen 1993 und 2006 vertrat Rechtsanwalt Dan Assan, meist gemeinsam mit seinem Partner, Rechtsanwalt Bishara Jabaly, Opfer von Folter in 42 zivilrechtlichen Klagen auf Schadensersatz gegen den Staat Israel und Beamte des Allgemeinen Sicherheitsdienstes. 90% der Klagen waren erfolgreich.
Die Klage von Muhamad Mukbal Uda gegen den Staat Israel (Zivilakte 28/97, Bezirksgericht Tel Aviv) endete mit einem Vergleich, nach welchem der Staat dem Folteropfer US$ 82.000 zahlte. Die Klage von Hafzi Yaeesh gegen den Staat Israel (Zivilakte 4675/08/07, Bezirksgericht Petach Tikwa) endete mit einem Vergleich, nach welchem der Staat dem Folteropfer Schadensersatz in Höhe von US$ 200.000 zahlte. Die Klage von Hassan Zbeidi gegen den Staat Israel (Zivilakte 203/93, Bezirksgericht Jerusalem) endete mit einem Vergleich, nach welchem der Staat dem Folteropfer eine Entschädigung von US$ 110.000 zahlte.[9]
In 2006 wurde ein 28 Fälle umfassender Vergleich erreicht, aufgrund dessen der Staat den Opfern einen Gesamtbetrag von US$ 520.000 zahlte.[10] [11]
Der bekannte Schriftsteller Etgar Keret war in seinen jungen Jahre bei einem Interview von Klägern in Gaza anwesend und wurde dadurch zu seiner Kurzgeschichte „Gaza Blues“ inspiriert.[12]
Projekte, Aktivitäten und Mandate von Dan Assan im israelisch-deutschen Rechtsverkehr
Etwa ab dem Jahr 2000 beschäftigte sich Dan Assan mehr mit Projekten und Mandaten im Rahmen der deutsch–israelischen Rechtsbeziehungen.
Grundbesitz jüdischer Holocaust-Überlebender in Ostdeutschland
Rechtsanwalt Dan Assan vertrat und beriet jüdische Holocaust-Überlebende und deren Erben, die in Ostdeutschland Grundbesitz hatten, der in den dreißiger Jahren durch die Nazis "arisiert" worden war. In Zusammenarbeit mit einer Rechtsanwaltskanzlei in Deutschland befasst sich Dan Assan mit den verwaltungsrechtlichen Maßnahmen zur Restitution besagten Grundbesitzes.
Die meisten Mandanten erhielten ihr Eigentum zurück, einige erhielten eine Entschädigung. Herausragend war der Fall einer Erbengemeinschaft, welcher ein Gebäude mit 42 Wohnungen in der Schönfelder Allee in Ostberlin, im Wert von seinerzeit EUR 1.740.000, restituiert wurde.
Selbst noch zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt wie 2016 vertrat Dan Assan Kläger, deren Ansprüche gegenüber der Bundesrepublik Deutschland bereits verjährt waren, die jedoch ein Anrecht auf eine Entschädigung durch die Claims Conference hatten (diese erhielt vom deutschen Staat Entschädigungen anstelle der Erben).
Deutsche Staatsbürgerschaft für die Nachkommen von deutschen Juden
Mit der Öffnung der Grenzen zwischen den Staaten der europäischen Union wuchs in Israel das Interesse von Nachfahren deutscher Juden an den Möglichkeiten zum Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft.
Dan Assan entwickelte antragsseitig ein einfaches Verfahren zum Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft durch die Mandanten, das von einer speziellen Abteilung in der Kanzlei gegenüber den Behörden in Deutschland abgewickelt wird. Seit 2001 hat sich die Kanzlei um Recherchen und Anträge von Tausenden von israelischen Familien gekümmert. Hier einige Zahlen: In der Zeit von Januar 2001 bis Dezember 2018 hat die Abteilung für etwa 1.494 Familien (6.007 Antragsteller) den Nachweis für ihre Berechtigung zur deutschen Staatsangehörigkeit erbracht und die entsprechenden Anträge bei den zuständigen Behörden gestellt. Davon hatten bis Dezember 2018 bereits über 88% der Familien einen positiven Bescheid erhalten.
Im selben Zeitraum hat die Abteilung für 1.746 Familien, denen keine Beweise vorlagen, Recherchen durchgeführt, um den Nachweis für die Berechtigung erbringen zu können. Für über 55% der Familien konnten Dokumente gefunden werden, die ihre Berechtigung nachweisen.
Über dieses Thema wurde auch in der deutschen Presse umfänglich berichtet, u.a. in „Der Spiegel“[13] und im „Handelsblatt“.[14] [15]
Hierzu auch ein Artikel, eher eine Geschichte, von Dan Assan im „Jüdischen Almanach“[16]
Ende Oktober 2023 übernahm die Anwaltskanzlei Assan auf Antrag der Familie der von der Hamas nach Gaza entführten Kinder Yagil und Or Yaakov die Beantragung der deutschen Staatsbürgerschaft für die Kinder. Ziel war es, die deutsche Regierung in die Bemühungen um die Freilassung der Kinder einzubinden und deren Überlebenschancen zu erhöhen. Dieses Verfahren dauert üblicherweise etwa zweieinhalb Jahre. Rechtsanwalt Assan fand innerhalb von 36 Stunden die historischen Belege für die Verleihung der Staatsbürgerschaft und reichte den Antrag per E-Mail ein. Noch am selben Tag teilte das Auswärtige Amt mit, die Kinder werden schon wie deutsche Staatsbürger behandelt und es sich für ihre Freilassung einsetzen wird. Innerhalb von 14 Tagen erhielten die Kinder die deutsche Staatsbürgerschaft, und die deutsche Botschaft in Israel stellte ihnen Pässe aus, während sie sich noch in der Gefangenschaft der Hamas befanden. Ende November 2023 wurden die Kinder freigelassen.[16a]
Die israelisch-deutschen Rechtsbeziehungen – Artikel und juristische Abhandlungen
Um dem juristischen Publikum in Deutschland das israelische Recht zu eröffnen, schrieb Dan Assan – zumeist gemeinsam mit einem Mitarbeiter seines Büros – über das israelische Recht Bücher und Artikel, die in juristischen Zeitschriften und anderer Fachliteratur in Deutschland erschienen.
Es handelt sich um Veröffentlichungen zum israelischen Immobilienrecht, zum israelischen Erbschaftsrecht, zum israelischen Gesellschaftsrecht und zum israelischen Staatsbürgerschaftsrecht.
Hierzu:
https://danassan.com/uber-uns/veroffentlichungen/
Die israelisch-deutschen Rechtsbeziehungen – Vorsitze, Aufgaben und Expertengutachten
Rechtsanwalt Dan Assan sieht eine große Bedeutung darin, dem juristischen Publikum in Israel das deutsche Recht näher zu bringen. Aufgrund seiner Fachkenntnisse ernennen ihn Gerichte oft zum Expertengutachter für das deutsche Recht. Auch Parteien im Verfahren bitten häufig um die Einreichung eines solchen Gutachtens. Bis Dezember 2017 erteilte Dan Assan 301 Gutachten zum Erbschaftsrecht, 26 in anderen Zivilsachen, 13 zur Sozialgesetzgebung, 9 in Fragen des Familienrechts und 4 in administrativen Angelegenheiten – insgesamt 353 Gutachten zum deutschen Recht. Zudem erstellte Dan Assan Dutzende von Gutachten zum österreichischen Erbschaftsrecht zur Verwendung in Gerichtsverfahren .
Dan Assan macht es sich zur Aufgabe, Juristen aus Deutschland und Israel zusammenzubringen. Er engagiert sich seit 2006 sehr auf diesem Gebiet und fungiert als Vorsitzender der israelisch-deutschen Juristenvereinigung. Gemeinsam mit ihrer Schwesterorganisation in Deutschland organisiert die Vereinigung alle eineinhalb Jahre gutbesuchte einwöchige Konferenzen – abwechselnd in einem der beiden Länder. Im Jahre 2019 fand die Tagung in Saal 600 des Oberlandesgerichts in Nürnberg statt. Unter den Teilnehmern und Referenten waren die Präsidentin des Supreme Courts von Israel und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Die „Nürnberger Nachrichten“ berichteten.[17]
Zusätzlich fungiert Dan Assan seit 2007 als Vertrauensanwalt der deutschen Botschaft in Israel und seit 2009 ist er Mitglied in der Präsidentschaft der deutsch-israelischen Industrie- und Handelskammer. Dan Assan war lange Jahre der Rechtsberater für deutsches Recht der Behörde für die Rechte von Holocaust-Überlebenden, welche Teil des Finanzministeriums ist.
Die israelisch-deutschen Rechtsbeziehungen – Zivil- und Handelsrecht
Unter den Mandanten der Kanzlei von Dan Assan waren und sind: die deutsche Versicherungsgesellschaft Allianz; die Deutsche Apotheker- und Ärztebank; Daimler-Chrysler (Produzent von Daimler und Chrysler Fahrzeugen); die Evangelische Kirche Deutschlands; MAN (Produzent von Lastwagen und Bussen); das internationale Transportunternehmen Schenker-DB; israelische Firmen, die sich mit Immobilien in Deutschland beschäftigen; private israelische Erwerber von Wohnungen in Berlin; israelische Erben von in Deutschland belegenen Nachlässen; deutsche Erben von in Israel belegenen Nachlässen.
Ausbildung von deutschen und israelischen Rechtsreferendaren
Dan Assan war der Ausbilder von vielen israelischen Rechtsreferandaren, darunter der Rechtsanwalt Ofer Shachal und der Parlamentsabgeordnete Yousef Jabareen. Ebenso bildete Dan Assan über 80 deutsche Rechtsreferendare aus, die in seinem Büro ein Voluntariat von bis zu vier Monaten machten. Stephan Jacobi hat in einer periodischen Publikation von deutschen Rechtsreferendaren mit Begeisterung darüber berichtet[18]. Ein ansehnlicher Teil der Rechtsreferendare, die in der Kanzlei von Dan Assan gearbeitet haben, wurden in ihrer weiteren beruflichen Laufbahn u.a. Richter und renommierte Jura-Dozenten in Deutschland.
Weitere biographische Angaben
Dan Assan wurde 1956 in Rumänien geboren. Seine Eltern waren führende Persönlichkeiten in der kommunistischen Partei. Sein Vater Alexander war Publizist und literarischer Sekretär des städtischen Theaters in Bukarest. Seine Mutter Theresa war Filmregisseurin. Vom Kommunismus desillusioniert, emigrierten sie mit ihm nach Paris. Als er sechs Jahre alt war, gelangte die Familie nach Israel. Mit dreizehn Jahren siedelte er gemeinsam mit seiner Mutter, die beim WDR in Köln eine Anstellung gefunden hatte, nach Deutschland über. Dan Assan war aktiv in der zionistischen Jugend in Deutschland. Nach Beendigung seines Jurastudiums in Deutschland kehrte er nach Israel zurück und lebte einige Jahre lang in Wohngemeinschaften mit anderen Jugendlichen, die aus Deutschland nach Israel eingewandert waren.
Dan Assan beherrscht Hebräisch, Deutsch und Englisch auf muttersprachlichem Niveau und hat arbeitsfähige Kenntnisse des Französischen, Spanischen und Rumänischen.
Dan Assan lebt seit 1980 in Herzen von Tel Aviv und fährt täglich mit dem Fahrrad ins Büro. Er war mit der verstorbenen Judith Brüll-Assan, Übersetzerin und Bibliothekarin, verheiratet. Dan ist Vater der Soziologin Dr. Thalia Assan und des Comix-Zeichners Alexander Assan.
Im Jahr 2001 wurde Dan Assan zum Dressman in der internationalen Kampagne von Strellson, dem Schweizer Hersteller von Männerbekleidung, gewählt.[19]
Im Jahre 2021 wurde Dan Assan vom Bundespräsidenten in Anerkennung der um Volk und Staat besondere Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
[1] 1987.1 Vanunu Jerusalem Post.pdf
[2] 1991.2 NY Times Journalist Shriteh.pdf
[5] 1993.4 Activists in Gaza Yale International Forum.pdf;
[6] 1993.5 Intifada Lawsuits Wall Street Journal.pdf
[8] 2009.7 Süddeutsche Entschädigung Demonstrant.pdf
[10] 2006.2 Süddeutsche - Entschädigung Folteropfer.pdf
[11] 2006.2 torture 2.4 million settelment Haaretz.pdf
[12] 1994 Etgar Keret Gaza Blues.pdf
[14] 2004.6 Passports Handelsblatt.pdf
[15] 2008.5 Handelsblatt Pässe.pdf
[16] 2009.9 Die Deutschen Israelis Jüdischer Almanach.pdf
[16a] Times of Israel 6.8.25 German Citizenship for Hotages
[17] Nürnberger Nachrichten 16.5.2019.jpg
[18] 2010.1 Referendariat bei Assan Jura Journal.pdf